Polizeiexperten: Kontrollierte Cannabis-Abgabe kritisch

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An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug „Polizei“. © David Inderlied/dpa/Illustration

Experten der Polizei in Sachsen-Anhalt sehen die geplante kontrollierte Abgabe von Cannabis kritisch. „Die Vorstellung, der Schwarzmarkt würde ausgetrocknet, halte ich für abstrus“, sagte der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Uwe Bachmann, der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Stattdessen könne die geplante Legalisierung zur Verharmlosung der Droge führen.

Magdeburg – „Die Polizeistatistiken zeigen, es gibt extrem viele jugendliche Konsumenten.“

Die Ampel-Regierung will laut Koalitionsvertrag eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in bestimmten lizenzierten Geschäften erlauben.

Der Landeschef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Peter Meißner, sagte der Zeitung: „Meine Sorge ist, dass so eher neue Konsumentenschichten erschlossen werden“. Einmal an Cannabis gewöhnt, könnten diese auch auf den Schwarzmarkt zugreifen. „Man wird den illegalen Handel nicht bekämpfen, wenn Cannabis teuer in Shops liegt“, sagte Meißner. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Cannabis ist und bleibt eine Droge. Deren Konsum kann gerade für junge Menschen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und auch zum Anstieg der Beschaffungskriminalität führen.“ dpa

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